Chancenlotse

Sonntag, 25. Oktober 2026. Stimmung am Markt: angespannt.

Ölpreisschock, Zweifel an KI-Investitionen und eine Woche mit vielen Zinsentscheiden halten die Börsen in Atem

Der DAX schloss am Freitag 0,75 Prozent tiefer bei 25.181,65 Punkten. Auf Wochensicht verlor er 1,7 Prozent und fiel unter die 21-Tage-Linie. Belastet haben hohe Ölpreise, Zweifel an KI-Investitionen und ein überraschend schwacher Einkaufsmanagerindex der Eurozone. In den USA verlor der Dow am Freitag rund 600 Punkte, und Brent beendete die Woche bei 116,72 US-Dollar, dem höchsten Wochenschluss seit Juni 2022. Weil Anleger in Staatsanleihen flüchteten, liegt die Rendite zehnjähriger US-Anleihen knapp unter 5 Prozent, und EUR/USD bewegt sich in Richtung 1,12. Die Fed entscheidet am 28. Oktober, der Markt erwartet ein Halten bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Die EZB entscheidet am 29. Oktober, erwartet wird ein unveränderter Einlagenzins von 2,50 Prozent. Am selben Tag kommen das US-BIP für das dritte Quartal und die PCE-Daten, am 30. Oktober folgt die Bank of Japan. Dazu legen Alphabet, Microsoft, Amazon, Exxon und Chevron Zahlen vor, aus dem DAX BASF, Deutsche Bank, Mercedes-Benz und VW. Die US-Zwischenwahlen am 3. November werfen ihre Schatten voraus.

Allgemeine Marktinformation, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Wertpapiere können im Wert fallen, ein Totalverlust ist möglich. Von KI erstellt, ohne Gewähr.

Bis zu einem Monat

Kurzfristige Impulse durch konkrete Termine und Ereignisse. Stark schwankend, am schwersten vorherzusagen.

Für diesen Zeitraum hat die Prüfung heute keine Idee bestehen lassen. Das ist gewollt: Lieber keine Idee als eine schwach belegte.

Etwa ein Jahr

Gewinnentwicklung, Bewertung und Konjunkturzyklus über zwölf Monate.

Rohöl Brent

Jahr · Rohstoff · BZ=F · 1 bis 3 Monate

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Die Angst, dass sich der Iran-Krieg auf Saudi-Arabien ausweitet, hat Brent nahe an das Jahreshoch getrieben. Händler preisen laut finanzen.net ein, dass der Konflikt über die US-Zwischenwahlen hinaus andauert. Die Lage hängt stark an den Nachrichten und kann in beide Richtungen kippen.

Dafür

  • Brent stieg in der Woche von 109,86 auf 116,72 US-Dollar (plus 6,2 Prozent) und erreichte damit den höchsten Wochenschluss seit Anfang Juni 2022 (ntg24).
  • Nachdem die USA einen Teil ihres Regierungspersonals aus Saudi-Arabien abgezogen hatten, zog Brent kräftig an. Das Jahreshoch auf Schlusskursbasis liegt bei 118,35 US-Dollar und stammt von Ende März (finanzen.net).
  • Die Charttechniker von boersennews sehen ein Kaufsignal. Wird die V-Formation vollendet, halten sie eine Bewegung Richtung 150 US-Dollar für möglich.

Dagegen

  • US-Präsident Trump hat mehrfach angekündigt, dass die Ölpreise nach den Zwischenwahlen am 3. November fallen würden.
  • Schon am 21. Oktober gaben die Preise nach, als mehr Öltransporte durch die Straße von Hormus gemeldet wurden. Signale der Entspannung können schnelle Rückschläge auslösen.
  • Weitere Zinserhöhungen von Fed und EZB gegen die Inflation könnten die Konjunktur und damit die Nachfrage nach Öl dämpfen.

Auf dem Kalender: Entwicklung im Iran-Konflikt und an der Straße von Hormus, Fed (28.10.), EZB (29.10.), US-Zwischenwahlen (3.11.)

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Gold

Jahr · Edelmetall · GC=F · 3 bis 12 Monate

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Gold profitiert derzeit nicht als sicherer Hafen von der Eskalation im Nahen Osten, weil der Ölpreisschock die Sorgen vor Inflation und höheren Zinsen schürt. Der Preis hat innerhalb eines Monats deutlich nachgegeben und testet die Marke von 4.000 US-Dollar. Ob sich dort ein Boden bildet oder der Rückgang weitergeht, hängt stark von der Fed ab.

Dafür

  • Am 22. Oktober lag Gold laut Fortune bei 4.088 US-Dollar je Unze. Das sind 5,72 Prozent weniger als vor einem Monat (4.336 US-Dollar), aber leicht mehr als vor einem Jahr.
  • Laut ntg24 hielt sich Gold zuletzt besser als die stärker industriell genutzten Edelmetalle Silber und Platinmetalle. Ob sich ein Doppelboden bildet, ist offen.
  • Laut FXEmpire lag die Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung am 28. Oktober nach dem CME-FedWatch-Tool nur bei 11,1 Prozent. Das könnte kurzfristig etwas Druck vom Goldpreis nehmen.

Dagegen

  • Händler erwarten laut FXEmpire, dass die Fed ihre Zinserhöhungen im Dezember fortsetzt. Höhere Realzinsen belasten Anlagen ohne laufende Zinsen wie Gold.
  • Ein stärkerer US-Dollar und US-Renditen nahe 5 Prozent bremsen den Goldpreis.
  • Laut ntg24 flüchten Anleger derzeit nicht in Gold. Stattdessen dominieren Inflationssorgen und die Aussicht auf eine strenge US-Geldpolitik.

Auf dem Kalender: Fed-Entscheid und Pressekonferenz (28.10.), US-PCE-Inflation (29.10.), Hinweise auf die Fed-Sitzung im Dezember, Lage im Nahen Osten

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Kupfer (COMEX)

Jahr · Rohstoff · HG=F · 6 bis 12 Monate

Chance

Kupfer notiert nahe seinem Rekordhoch. Gestützt wird der Preis durch Risiken beim Angebot und durch Nachfrage aus Rechenzentren, Chipfertigung und Batteriespeichern. Die Prognosen für 2026 wurden angehoben. Unsicher bleibt die US-Zollfrage, an der große Lagerbestände in den USA hängen.

Dafür

  • COMEX-Kupfer lag im Oktober nahe 6,69 US-Dollar je Pfund. Das ist nah am Rekord von rund 6,80 US-Dollar und etwa 30,9 Prozent mehr als vor einem Jahr (copperplatesheet).
  • Ein Streik in der Centinela-Mine von Antofagasta sollte die Produktion in der zweiten Oktoberhälfte bremsen. Hinzu kommen Nachfrage für KI- und E-Mobilitäts-Anwendungen in Asien sowie Lageraufbau in China (copperplatesheet).
  • Laut MINING.COM wurden die Preisprognosen für 2026 angehoben. Eine dort zitierte Bank hält ein Niveau von rund 14.500 bis 15.000 US-Dollar je Tonne für fundamental gestützt.

Dagegen

  • MINING.COM hält auch einen Preiseinbruch im Zusammenhang mit den US-Zöllen für möglich. In den USA lagern rund 1,5 Millionen Tonnen Kupfer.
  • Der Preisvorteil der COMEX gegenüber der LME, der den Lageraufbau in den USA ausgelöst hatte, ist weitgehend verschwunden.
  • Ein Ölpreisschock mit steigenden Zinsen kann die Industriekonjunktur bremsen. Halten die Zweifel an KI-Investitionen an, würde zudem ein wichtiges Nachfrageargument schwächer.

Auf dem Kalender: US-Zollentscheidungen zu Kupfer, Lage in chilenischen Minen, Nachfrage aus China, Zinsentscheide von Fed und EZB

QuellenlagePrüfung nach 12 MonatenEinzelansicht

iShares Core DAX UCITS ETF (DE)

Jahr · ETF · 1 bis 6 Monate

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Exxon Mobil

Jahr · Aktie · 3 bis 6 Monate

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Alphabet (Klasse A)

Jahr · Aktie · 1 bis 6 Monate

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Für diesen Zeitraum hat die Prüfung heute keine Idee bestehen lassen. Das ist gewollt: Lieber keine Idee als eine schwach belegte.

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